Gimv investiert 6 Millionen EUR in G-Therapeutics als Teil einer Serie-A-Finanzierungsrunde von 26 Millionen EUR

19/04/2016 - 08:00 | Portfolio

G-Therapeutics hat heute veröffentlicht, dass das Unternehmen eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von bis zu 26 Millionen EUR mit einem Investmentkonsortium bestehend aus Gimv, Wellington Partners, LSP und Inkef Capital sowie den Gründern des Unternehmens bzw. dem Management abgeschlossen hat. Dieses Investment wird die klinischen Studien des Unternehmens bis zur Erreichung einer CE-Kennzeichnung (EU) und einer Forschungsausnahmegenehmigung (Investigational Device Exemption/IDE; USA) finanzieren.

G-Therapeutics (http://gtherapeutics.com/About) entwickelt einen Neurostimulator für Patienten mit einer inkompletten Rückenmarksverletzung. Das Gerät des Unternehmens fördert die Wiederherstellung der motorischen Funktion und trägt so zu einer besseren und schnelleren Rehabilitation bei, indem es das Rückenmark stimuliert. Das Unternehmen wurde im Jahr 2014 als Spin-off des Center for Neuro-Prosthetics der renommierten École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EFPL, Schweiz) gegründet, wo das Klinikzentrum seinen Sitz hat. Die Technologie wird in Eindhoven (Niederlande) entwickelt. G-Therapeutics wird von einem erfahrenen Management geleitet, das sich aus hervorragenden Neurowissenschaftlern zusammensetzt, ergänzt durch Unternehmer, die eine Erfolgsbilanz bei der Entwicklung von bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Produkten aufweisen.

Eine Schädigung des Rückenmarks kann durch ein physisches Trauma (Autounfälle, Stürze, Sportverletzungen usw.) verursacht werden, kann aber auch nicht-traumatische Ursachen wie eine Infektion, unzureichende Durchblutung oder Druck durch einen Tumor haben. Die vorrangige Zielgruppe von G-Therapeutics sind Patienten mit einer inkompletten Rückenmarksverletzung, bei denen noch einige Nervensignale durch das verletzte Gebiet geleitet werden können. Bei den derzeitigen Behandlungsoptionen liegt der Fokus darauf, weitere Verletzungen zu vermeiden und den Patienten die Möglichkeit zu geben, durch einen Rollstuhl oder ein Exoskelett wieder aktiv und produktiv am Leben teilzunehmen. Diese Lösungen beeinträchtigen jedoch stark die Lebensqualität des Patienten und leisten im Grunde keinen Beitrag zu dessen weiterer Gesundung.

Das Neurostimulationsgerät, das G-Therapeutics entwickelt, setzt eine kontrollierte elektrische Stimulation in Verbindung mit intensivem körperlichen Training ein, um das Nervensystem anzuregen. Um die zerstörten Neuronen, die wie eine Straßensperre wirken und verhindern, dass Bewegungsbefehle im Rückenmark und an den Nerven entlang weitergeleitet werden, wird damit eine Umleitung geschaffen, sodass das Signal weitergeleitet wird. Das Unternehmen kann beeindruckende präklinische Daten vorweisen, die von ersten Humandaten bestätigt werden.

Es freut mich sehr, dieses einzigartige europäische Projekt zu starten, das Patienten mit Rückenmarkverletzungen erheblichen Nutzen bringen kann. Unser internationales Team verfügt über alle Fähigkeiten, um die Vision von Professor Courtine von der EPFL zu verwirklichen, und wird dabei von einem starken Konsortium von renommierten Investoren aus dem Bereich Biotechnologie unterstützt,“ sagt Sjaak Deckers, CEO von G-Therapeutics.

Patrick Van Beneden, Partner Gimv Health & Care, erklärt: „Wir sind der Auffassung, dass G-Therapeutics eines der vielversprechendsten Unternehmen im aufstrebenden Bereich der Neurostimulation ist. Nach unserem jüngsten Engagement für Topas Therapeutics ist dies eine weitere Investition in ein Weltklasseunternehmen in einem frühen Entwicklungsstadium. Beide Investitionen reihen sich perfekt ein in unsere Health-&-Care-Strategie, ein breit gefächertes Portfolio von aufstrebenden Life Sciences-Unternehmen in unseren Heimatmärkten auszubauen, neben Investitionen in reifere Unternehmen im Bereich Health & Care Services.“

Weitere Informationen finden Sie in der beigefügten Pressemitteilung des Unternehmens.

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